Mein Kampf
von George Tabori
Regie: Georg Aichner

ZUM AUTOR

George Tabori bezeichnete sich selbst als “Theatermacher“, weil ihm der Begriff “Regisseur“ zu autoritär war. Der gebürtige Ungar (Jahrgang 1914) schrieb Theaterstücke und inszenierte und spielte bis ins hohe Alter auf den großen Bühnen dieser Welt. Bei seinem Tod 2007 galt er als der älteste Theatermacher überhaupt. Die Auseinandersetzung mit Rassismus und Massenmord zieht sich durch Taboris Bühnentexte und sein Theaterleben. Dem Grauen versuchte er, der mit Allzeitgrößen aus Film (Hitchcock) und Theater (Brecht) zusammen gearbeitet hatte, fast immer mit einer absurden Komik zu begegnen. Dadurch gelang es ihm, das Böse mit einfachen Mitteln zu entlarven. Der oft perfiden und unmenschlichen Suche nach Sündenböcken in Gesellschaft und Politik hielt er ein sehr menschliches, allzu menschliches Antlitz entgegen, das den vermeintlich schwachen und sündhaften Menschen schließlich zum großen Humanisten werden lässt.